Autor: Carmen Wiest

Tinnitus – Berühmt und berüchtigt

Berühmt-berüchtigt, durchaus bedrohlich, manchmal unerklärlich aber oft gar nicht so schlimm – das ist der Tinnitus. Das Geräusch, das außer dem Betroffenen niemand hört: ein lästiges Pfeifen, Piepen oder Brummen im Ohr. Mindestens einmal im Leben oder alle paar Monate für einige Sekunden nimmt jeder von uns Tinnitus wahr, das ist nichts Unnatürliches. Tritt Tinnitus jedoch als sehr störendes, länger andauerndes Ohrgeräusch auf, sollte man den Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) aufsuchen, um die Ursache der Symptome zu klären. Ein Auswahl an Ursachen von Tinnitus: Hörsturz Bei dauerhaftem extremen Stress kann ein Hörsturz plötzlich auftreten, wobei sich die Blutgefäße im Innenohr schnell verengen und die Durchblutung behindert wird. Bei 70% der Fälle entsteht ein Tinnitus. Lärm- und Knalltrauma Bei einem Knalltrauma entsteht kurzfristig ein zu hoher Druck im Ohr, bei dem das Trommelfell platzen kann. Bei überlauter Musik, wie bei einem Discobesuch oder einem Konzert, werden oft die Sinneszellen überlastet und geschädigt. Ohrgeräusche sind die Folge. Verletzungen Schläge aufs Ohr können Verletzungen des Trommelfelles hervorrufen, die durch Schallwellen ausgelöst werden. Stress Das Nervensystem reagiert bei übermäßigem Stress mit …

Craniosakraltherapie bei Schleudertrauma

 Das Schleudertrauma ist eine Weichteilverletzung der Halswirbelsäule, die häufig starke Auswirkungen auf den ganzen Körper hat und meist durch einen massiven Sturz oder Auffahrunfall verursacht wird. Durch die massiven mechanischen Kräfte, die dabei auf den Körper wirken und den Kopf nach vorne und hinten werfen, kommt es zur Überdehnung der Nackenmuskulatur und zur Zerrung der Gehirn- und Rückenmarkshäute (Dura). Es entsteht dabei ein Gewicht als würde der Kopf 100kg wiegen! Muskeln, Bänder und Faszien sind nicht dafür konzipiert, einer solchen Kraft standzuhalten. Ein Schleudertrauma kann oft ein mannigfaltiges Beschwerdebild ergeben. Am häufigsten treten Schmerzen im Nacken, Schwindel, Kopfschmerzen, Kraftlosigkeit und Bewegungsunfähigkeit des Kopfes auf. Die Schmerzen können in die Schultern und sogar in die Arme ausstrahlen. Außerdem schwillt die Halsmuskulatur an und ist beim Betasten schmerzempfindlich. Da das menschliche Bindegewebe ein „Merkvermögen“ besitzt, können Schleudertraumen sehr lange Nachwirkungen haben. Die Cranio-Sacral-Therapie betrachtet das Schleudertrauma als Problem des gesamten Körpers und bringt den Schock und die Spannung, die durch diese Überdehnung im Gewebe gespeichert ist in Bewegung und das Gewebe kann sich wieder entspannen. Ein paar …

Wie wirkt Craniosacrale Therapie bei Stress, Erschöpfung und Burnout?

Die Craniosacrale Therapie widmet sich im Besonderen dem zentralen Nervensystem: es unterstützt den Parasympathikus – den Anteil, der für Ruhe und Regeneration zuständig ist. Bei Stress, Erschöpfung und Burnout gibt es keine ausgewogene Balance mehr zwischen Parasymphatikus und Sympathikus. Wir leiden unter Schlafmangel, Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit, Rückenbeschwerden, Erschöpfung und Depressionen. Der Parasympathikus ist mit seinen Fasern direkt am Kreuzbein und auch am Kopfbereich befestigt. Durch die craniosacraltherapeutische Behandlung helfen wir dem Parasymphatikus zu mehr Präsenz – der Körper wird eingeladen, nichts zu tun. Er darf sich fallenlassen, mögliche Lasten abgeben und tief entspannen. Anspannungen und Einschränkungen können sich lösen. Langfristig steht der Ausgleich des Verhältnisses zwischen Sympathikus und Parasympathikus im Vordergrund. Dazu gehört auch ein Blick auf die Lebensumstände und das, was stresst oder sich erschöpft fühlen lässt. Es kann passieren, dass Sie während der Behandlung einschlafen, auch das ist ein Zeichen für die Ruhebedürftigkeit Ihres Körpers und darf gern geschehen. Die Craniosacraltherapie ist eine wertvolle Ergänzungstherapie bei Burnout, Erschöpfung und Stress.

Rücken- was uns aufrecht hält – Rückenschmerzen und ihre Ursachen

Unser Rücken muss gewaltige Spannungen aushalten – Rückenschmerzen und ihre Ursachen. Der Nacken balanciert den Kopf, auf die Lenden drückt der gesamte Oberkörper mit seinem Gewicht. Die Belastung für den Rücken wird noch größer, wenn wir springen, hüpfen, uns bücken oder laufen. Tatsächlich ist der Rücken mehr als nur die hintere Partie unseres Rumpfes, es ist ein überaus komplexer Verbund aus Knochen, Muskeln, Faszien, Nerven, die alle vielfältige Funktionen haben. Das zentrale Element ist die Wirbelsäule, sie ist filigran und robust, stabil und beweglich zugleich; dadurch es ihr gelingt den widersprüchlichen Anforderungen gerecht zu werden. Ihr Aufbau aus 34 beweglichen Wirbeln und 23 Bandscheiben formen ein höchst flexibles Gebilde, das sich in verschiedene Richtungen kippen und verdrehen lässt. Die Rücken lässt uns gleichermaßen gut gehen, rennen, springen und ermöglicht geübten Sportlern Salti zu schlagen, sich akrobatisch zu verbiegen. Theoretisch wäre unsere Lendenwirbelsäule imstande, eine Last von 1,5 Tonnen zu tragen, das entspricht einem mittelgroßen Pkw. Doch so sehr der Rücken extremen mechanischen Belastungen standhält, mit einem kommt er schwer zurecht: mit unserem modernen Leben. Der menschliche …

Glückliches Jahr 2016

Das Neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt und dennoch möchte ich Ihnen ein freudvolles und glückliches Jahr 2016 wünschen. Mehr als in den zurückliegenden Jahren bin ich jedoch deutlich nachdenklicher in dieses neue Jahr gestartet. Die aktuelle Situation in Deutschland, Europa und in der Welt hinterlassen Sorgen und Ängste. Ich versuche mein Herz zu öffnen um mich nicht von Angst und Ablehnung leiten zu lassen, denn kleine innere Veränderungen können manchmal große Bewegung auslösen. Trotz allem Chaos in der Welt ist natürlich auch im Neuen Jahr wichtig, die eigene Gesundheit nicht aus den Augen  zu verlieren. Tun Sie sich selbst und Ihrem Körper etwas Gutes. Alles Liebe. Carmen Wiest

Sauerstoff-Therapie nach Prof. Dr. Ardenne

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) beruht auf Erkenntnissen des Dresdner Physikers Prof. Manfred von Ardenne (1907 – 1997). Sauerstoff hilft bei vielen Krankheiten und Beschwerden. Für alle Lebensvorgänge in unserem Körper wird Sauerstoff (Energie) benötigt. Deshalb sind auch Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden an ein hohes Energiepotential gebunden. Die Anwendung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie ist nicht an bestimmte Erkrankungen gebunden, gute Erfahrungen wurden bei folgenden Erkrankrungen oder Befindlichkeiten gemacht: Durchblutungsstörungen Herzrhythmusstörungen Blutdruck-Regulationsstörungen Verbesserung der Sauerstoff-Aufnahme bei verschiedenen Lungen- und  Bronchialerkrankungen Allgemeine Schwächezustände des Immunsystems bzw. erhöhte Infektanfälligkeit Tinnitus Diabetes bedingte Durchblutungsstörungen Migräneartige Kopfschmerzen Allgemeine körperliche Leistungssteigerung Die Therapieablauf sieht so aus: 2 Stunden täglich an 18 auffeinanderfolgenden Tagen wenden Sie die Sauerstofftherapie an. In den ersten 7 Tagen sollte keine Unterbrechung stattfinden,  in den Tagen danach ist auch eine ein-oder zweitägige Aussetzung der Sauerstoffzufuhr möglich. Die zweistündige tägliche Anwendung kann in halbstündliche Einheiten aufgeteilt werden. Vor der Anwendung der Therapie werden zur besseren Sauerstoffaufnahme  Vitamine und Mineralstoffe eingenommen. Ich biete die Sauerstofftherapie nach Prof. Dr. Ardenne als Heimanwendung an. Sollten Sie Interesse an der Sauerstofftherapie haben, wenden Sie sich bitte …

Wandern im Garten Eden- der Alpe-Adria-Trail

Mein Urlaub in diesem Jahr führte mich auf den Alpe-Adria-Trail, kurz AAT. Der Weg ist ein Weitwanderweg über 780 km, er führt vom höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner, in 43 Etappen über Slowenien nach Italien. Ich habe allerdings nicht alle 43 Etappen beschritten, sondern lediglich 17. Ich startete in Velden am Wörthersee über Krjanska Gora nach Triest. Die ersten 5 Etappen waren durch viele Höhenmeter, herrliche Landschaften und der Soca in Slowenien gekennzeichnet. Die Etappen in Slowenien verliefen meist entlang der Soča im Tiglav-Nationalpark. Wunderherrlich waren die Wege, wenn auch die Wegführung mir einige zusätzliche Kilometer einbrachten und ich irgendwann den Wanderführer durch GPS-Tourenführung ersetzt habe. Bei herrlichstem Wetter wanderte ich viele Tage durch Berg, Wald und Tal. Der AAT war in dieser Zeit von nicht allzu vielen anderen Wanderern frequentiert, so dass ich viele Stunde und Tage alleine unterwegs war. Kulinarisch waren alle drei Länder ein absolutes Highlight. Slowenien hat eine Kombination aus italenischer und österreichischer Küche, was sehr leckere Schmankerl hervorbringt. Es war eine wundervolle und ruhige Zeit, der Geist kommt zur Ruhe während …

Kiefergelenksbeschwerden

Auch Craniomandibuläre Dysfunktion genannt Unser Kiefergelenk ist ein wichtiges Gelenk in unserem Körper, das bei Störungen vielfache Symtpome auslösen kann. Der Kiefer ist mit vielen Muskeln, Bändern und Faszien sowie Nerven ausgestattet und über diese mit dem gesamten Körper verbunden. Die Ursachen von Kiefergelenksbeschwerden  ist in vielen Fällen auf einen Fehlbiss, Zähneknirschen, „Zähnezusammenbeißen“ sowie auf Stress zurückzuführen. Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann folgende Symptome verursachen: Schmerzen im Bereich des Gesichts-Kaumuskels Schulter-Nackenbeschwerden- und Verspannungen Ohrgeräusche,Tinnitus Zähneknirschen Knacken beim Mundöffnen Beschwerden an der Wirbelsäule Kopfschmerzen verminderte Mundöffnung Die Craniomandibuläre Dysfunktion behandle ich je nach Symptomatik mit osteopathischen Techniken für den Kieferbereich sowie mit Faszientechniken und Craniosakraltherapie. Selbsthilfeübungen für Zuhause ergänzen und unterstützen die Behandlung.

Fortbildung in Absam/Tirol am Barral Institut

Ende Mai war ich 6 Tage auf einer, wieder mal sehr erfahrungsreichen und interessanten Fortbildung in Absam/Tirol am Barral Institut. Der Inhalt der Fortbildung war die Viszerale Osteopathie nach Barral.  Die Viszerale Osteopathie gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist aus dem ganzkörperlichen und ganzheitlichen Behandlungskonzept nicht mehr wegzudenken. An Gelenken des Bewegunsapparates kennt man Bewegungseinschränkungen, diese Einschränkungen (Restriktionen) gibt es aber auch genauso im Organbereich. Diese können Folgen und Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben, bleiben also nicht immer nur auf das Organ beschränkt. Restriktionen im Organbereich sind nicht selten Ursache für Rückenbeschwerden und Wirbelblockaden. Beispiele für Indikationen einer Behandlung mit Viszeraler Osteopathie: Darmbeschwerden Unspezifische Beschwerden im gesamten Bauchraum Verdauungsprobleme Durchfall Bronchitiden Lungenprobleme Reizdarm Reflux Blähungen Absenkung von Blase, Niere oder Uterus Zyklus- und Menstruationsbeschwerden nach Bauchoperationen mit innerer Narbenbildung und Verklebungen Rückenschmerzen MerkenMerken

Spannungskopfschmerzen

In Deutschland leiden ca. 54 Millionen unter Kopfschmerzen, mit 54% ist der Spannungskopfschmerz am meisten verbreitet. Die Wissenschaft weiss heute noch nicht genau, worin die Ursache für den Spannungskopfschmerz liegen. Einig sind sie sich allerdings darin, dass nicht nur eine, sondern meist mehrere Ursachen zum Spannungskofschmerz führen. Der Spannungskofschmerz tritt in verschiedenen Varianten auf, manchmal hält der Schmerz nur Minuten, manchmal Tage an, er ist meist tagesunabhängig und ereilt sowohl Frauen als auch Männer in gleichem Maße. Meist haben Spannungskopfschmerzen weitere Beschwerden zur Folge: Kopf-, Schulter- oder Nackenmuskeln sind häufig verspannt. Das Gesicht ist schmerzempfindlich, weil die Gesichtsmuskeln aktiver sind als bei Gesunden. Schmerzen in der Kopf- und Nackenmuskulatur schränken die Bewegungen des Kopfes und/oder des Nackens ein. Es entwickelt sich eine Empfindlichkeit gegen Licht oder Lärm Ziel der osteopathischen Therapie ist es, der Ursache bzw. Ursachen auf den Grund zu gehen, sowie die eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken, Muskeln Organen und Wirbeln wiederherzustellen. Die Behandlung ist stets individuell und vom Untersuchungsbefund abhängig.